Bin jetzt seit gestern nur ehr im Studentenheim in Gent. Einige wissen ja schon, wie's mir hier vor einer Woche ergangen ist, hab nicht fassen können, wie altmodisch ein Studentenheim in Westeuropa sein kann!
Hat wie ein Hotelzimmer ausgesehen, nur dass Duschen in meinem Stock nicht in Betrieb sind (=> ich fahre in den 8. Stock), 6 elektrische Kochplatten und 8 WC's für 30 Leute die in meinem Gang wohnen. Aber ansonsten hab ich mir mein Zimmer mit IKEA halbwegs hergerichtet. Bin inzwischen auch heilfroh über meinen Polster und meine Bettbezüge von zuhause!
So sieht's jetzt in etwa aus, nur inzwischen etwas voller und 1 Teppich ist dazugekommen:
Weiters hatte ich letzten Montag das Vergnügen festzustellen, dass nicht nur Uni-Ferien waren in der letzten Woche, sondern dass wegen Rosenmontag auch alle Sekretariate geschlossen hatten, leider steht das nirgendwo, also bin ich am Tag vor meiner Flämisch-Prüfung 3h umsonst nach Gent gefahren. Dienstag hab ich dafür dann ein A produziert, war noch Jenever trinken mit meinen Kurskollegen (etwa 20%iger "Schnaps", typisch für Belgien und Umgebung, gibt's in allen Geschmacksrichtungen - super!!! Unbedingt probieren!), um dann Mittwoch meinen "orientation morning" der Fakultät zu besuchen.
Es studieren hier einige Leute Food Technology, also bin ich bei weitem nicht der einzige Erasmus-Student damit - sogar bei mir im Heim studiert das fast der ganze 4. Stock hab ich mir sagen lassen!
Die Fakultät liegt etwas außerhalb vom Stadtzentrum und besteht dann aus 3 großen Gebäuden und einigen kleineren, auch Glashäusern für Pflanzenversuche - von Zeit zu Zeit kann man diese "Versuchspflanzen" dann auch billig kaufen.
Nachmittags war dann Zeit um endlich zu inskribieren und sich beim Foreigner's Office der Stadt anzustellen, was am längsten gedauert hat. Es gleicht einem österreichischem Amtsweg, sozusagen!
Schließlich habe ich das erste Mal hier übernachtet, denn Donnerstag war mein offizieller Welcome Day der Universiteit Gent! Ich bin der einzige Österreicher dieses Semester, deutschsprachig gibt's dann noch eine Deutsche, die allerdings in Maastricht studiert und daher auch fließend Holländisch (anderer Dialekt für Flamen) spricht.
Sonst sind hier aber jede Menge nette Leute und wir haben schon mal den ersten Stadtrundgang bei strahlendem Sonnenschein genießen dürfen - schön langsam wurde ich versöhnt mit der Stadt! Abends waren wir von der Uni zum Essen eingeladen und anschließend gab's die erste Erasmus-Party in einem Club an der Overpoortstraat gleich um die Ecke von meinem Studentenheim, ich wohne sozusagen im Partyzentrum hier. Zu Beginn ein ziemlicher Flop, also ab ins eigentliche Erasmus-Pub (wieder um die Ecke). So tratschten wir weiter und als wir hörten dass im Club inzwischen mehr los sei, haben wir uns das noch angeschaut, um festzustellen dass es nicht unser Musikgeschmack war. Nachdem alle vom Tag
ziemlich geschafft waren sind wir um halb zwei freiwillig heim gegangen.
Freitags bin ich ein letztes Mal nach Antwerpen gefahren, um Wäsche zu waschen, mit Tom noch einmal Abend zu essen und die erste Erasmus Party von der Uni-Antwerpen mit meinen Kurskollegen zu besuchen... Tom hat mich sogar begleitet und hat sich plötzlich ziemlich alt gefühlt neben uns.
Samstags hat er mich dann zu Mittag nach Gent gebracht und nun bin ich hier...
Nachmittags bin ich auf Wohnungssuche gegangen - hier findet man auch Zimmer über Annoncen in den Fenstern. Einige habe ich angeschrieben - mal schauen was noch daraus wird!
Am Abend war ich bei Elisa (Finnin, kenn ich aus dem Flämisch-Kurs) zum Essen eingeladen, da sie ihre eigene Küche hat.
Heute waren wir gemeinsam in der Stadt in Ruhe unterwegs und haben einstimmig festgestellt, dass die Stadt einfach traumhaft schön ist! Café trinken am Ufer der Leie mit einem Spaziergang in der Altstadt und anschließend Abendessen in einem Restaurant an der Leie!
Elisa war vor zwei Jahren schon einmal hier und hat im Rahmen dieses Schulausfluges eine Jenever-Bar entdeckt, urig, klein - aber echt gut!
Nachts ist die Stadt dann sogar noch verträumter und ist damit mir damit endgültig ans Herz gewachsen:
Nun bin ich gespannt, wie's an der Uni wird, mein Stundenplan ist ja zum Glück so machbar, wie ich mir das in Österreich vorgestellt hatte - nicht alle hatten so viel Glück wie ich und mussten schon im Vorhinein einige Kurse tauschen, da die Zeiten kollidierten. Zusätzlich hab ich mir ein paar Sportkurse gesucht und werde diese in den nächsten Wochen ausprobieren:
Werd jetzt dann mal ins Bett gehen, tot binnenkort!
Gabi
1 Kommentar:
HALLO MEINE KLEINE ICH BIN DA
ICH LIEBE DICH BUSSI DEIN CHRIS
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