Mittwoch, 11. Juni 2008

15 days to go...

Hallo!

Wie man am Titel erkennen kann - es geht langsam aber sicher dem Ende zu... (ja, auch für mich!)

Inzwischen verabschieden sich immer mehr Leute, unter anderem auch Elisa und am Freitag Hannah (Fin), aber meistens sind es Ungarn, die jetzt daheim ihre Prüfungen schreiben müssen. Den genauen Sinn dahinter hat noch niemand wirklich begriffen, aber bitte. Schade ist es trotzdem dass sie alle schon weg müssen!


Ansonsten ist es sehr ruhig geworden, jeder hat irgendwann irgendeine Prüfung, ich selbst hab schon 3 von meinen 5 bestritten, übermorgen Freitag und dann am 24. 6. meine letzten beiden, bevor es am 26. 6. auf geht in Richtung Heimat, das sind nur noch 15 Tage.

Ich muss sagen ich habe Glück dass mich meine Eltern mit dem Auto abholen kommen (DANKE!!!) denn ich wüsste nicht, wie ich meinen ganzen Krempel hier mit dem Flugzeug innerhalb eines 20kg Fluggepäcks nach Hause bringen sollte. Und so lässt sich sogar noch Schokolade und Bier mitnehmen :-)

Demenstprechend gibt es wenig Neuigkeiten zu berichten, außer dass ich inzwischen wahrscheinlich etwa schon 6x innerhalb von knapp 2 Wochen in meinem eigenen Stockwerk duschen konnte, da am Freitag seit 2 Wochen offiziell "der Betrieb aufgenommen wurde". Die Woche Freitag davor wurde nur vergessen abzusperren, nachdem noch nicht alles fix und fertig montiert gewesen ist, was dann natürlich Freude über die eigene Dusche ausgelöst hat und einige schon hier duschen waren... ich persönlich mag dne 8. Stock noch immer, alle 8 Duschen dort haben warmes Wasser. Aus irgendeinem Grund hat mein Stock nämlich nur auf der rechten Seite von der Eingangstür gesehen warmes Wasser. Aber die Heimleitung hat die Duschen offiziell als fertig angesehen und deshalb für geöffnet erklärt. Naja. Wenn mir die Abstellbretter zu feucht für meine eigenen Sachen sind, fahr ich weiterhin gerne in den 8., da es mir dort einfach sauberer erscheint - ich dürfte eines der miesesten Stockwerke erwischt haben - kann man sich auch jederzeit von den Putzfrauen bestätigen lassen!

Weiters hatte ich meinen ersten Fahrradunfall vor knapp einer Woche. Nach tagelangem Regen war das Kopfsteinpflaster und die Schienen noch immer sehr rutschig - und trotz übermäßiger Vorsicht bin ich dennoch trotz groß angesetztem Winkel zum parallelen Überqueren der Schienen mit beiden Reifen hineingekommen und habe mich kurzfristig auf der Straße ausgebreitet. Zum Glück kam weder Bim noch sehr schneller Gegenverkehr, in den ich sonst gefallen wäre - das Auto konnte mehr als rechtzeitig stoppen. Somit habe ich jetzt zwei blaue Knie, was aber nicht weiter tragisch ist. Lenka hinter mir hat sich denk ich mehr geschreckt als ich!

Und die eigentliche Neuigkeit zum Schluss:
EU-Gebäude in Brüssel sind eigentlich nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, insofern geht kaum jemand hin von den Austauschstudenten. Wir hatten allerdings das Glück vom Tag der offenen Tür zu erfahren, der letzten Samstag stattgefunden hat!
Insofern war eine Gruppe von etwa 8 Leuten letzten Samstag in Brüssel im EU-Parlament, in der Kommission und im Ratsgebäude!
Es gibt zwar nicht viel zu sehen, da es große Bürogebäude bleiben, aber es ist schlichtweg ergreifend wenn man dann tatsächlich dort sitzt, wo sich normalerweise Benita & Co niederlassen!
Der große Saal im Parlament, in dem alle Abgeordneten Platz haben - erkennt man nur an der Nummerierung der Sitze - wir hätten nie gedacht, dass in diesem Raum wirklich so viel Platz ist!


Benitas Sitz:

Shake hands mit dem Parlamentspräsidenten:


So wurde in jedem Gebäude der Institutionen viel an Informationsständen geboten, parteipolitisch genauso wie international, was macht die EU, mit wem, welche Institutionen und Organisationen gibt es - jeder wollte mindestens einen Kilogramm Papier an Informationsmaterial an den Mann bringen.

Hier unsere Ausbeute:


Alles in Allem ein sehr interessanter Tag, ich bin froh sagen zu können, ich war wirklich dort! Normalerweise geht ein derartiges Programm nur als Gruppe mit einer Anmeldezeit von etwa 2 Monaten zuvor, Pässe kopieren und zuvor hinschicken und zu guter Letzt auch formelle Kleidung beim Betreten der eigentlichen Gebäude...

Also dann, bin ich ab 26. 6. wieder in Gumpoldskirchen, aber ihr wisst wie ihr mich erreicht!

Groetjes, Gabi

Dienstag, 27. Mai 2008

Salutjes!

Nachdem ich kurz daheim war bin ich wieder in Gent! Inzischen schon über 2 Wochen - und als ich zurückgekommen bin war es fast so als wäre man nach Hause gekommen... eigenartiges Gefühl!
Am ersten Abend wurde ich also nach 30min am Zimmer gefragt, ob ich noch mitkommen will in die Stadt - also auf ging's! (und das, nachdem ich am Nachmittag noch daheim im Freibad war...)


Weiter war ich dann sehr fleißig an der Uni und hab gestern schließlich die erste von 5 Prüfungen hier hinter mich gebracht, hoffentlich erfolgreich, aber das werde ich wohl erst im Juli per Post erfahren, was mich auch nicht stören soll!
Heute sind es auch genau noch 30 Tage bis ich wieder endgültig in Österreich bin, schon ein komisches Gefühl, weil ich mich inzwischen sehr gut eingelebt habe. Das "Studentenleben" hier ist jetzt ziemlich vorbei, die "Fortgehmeile" ist jeden Abend, egal wann so gut wie leer, alle verkriechen sich auf ihren Zimmern und lernen - und sogar die Belgier sind über's Wochenende hier geblieben, das heißt schon etwas! Normalerweise sind sie nämlich Freitag Nachmittag in Karawanen zum Bahnhof gewandert und Sonntag Abend wieder retour, aber letzte Woche ist diese kleine Völkerwanderung durch den dazwischen liegenden Park ausgeblieben.

Die Duschen auf meinem Stockwerk sind seit Freitag "fertig", also es wurde das Wochenende über ohne Licht geduscht, heute meint die Putzfrau: "Irgendjemand hat das Schild abgenommen (Anm. dass die Duschen außer Betrieb sind = douches buiten gebruik) und die sind einfach duschen gegangen! Das geht doch nicht! Das Licht geht noch nicht und es wurde noch nicht kontrolliert ob sie vollständig funktionstüchtig sind von der Heimleitung!" - Nagut, ich war sowieso ein Fan von Licht beim Duschen und war wie immer im 8. Stock, stört ja keinen.

Vor etwa einer Woche hatte ich wieder für einen Tag Besuch aus Österreich - von Corinna und Manfred! Leider hatten wir riesiges Pech mit dem Wetter, Belgien hat sich wieder einmal von seiner regnerischen Seite gezeigt, also wurde mehr das Indoor-Programm mit Kriek, Jenever, Kirche, Turmbesteigung,... bestritten.


Mich hat's jedenfalls riesig gefreut dass die beiden bei mir vorbeigeschaut haben in Belgien, ich zeig gern her wo und wie ich im Moment so lebe. Also wenn sich noch jemand kurzfristig für einen Trip entschließen mag - jederzeit gern!


Hier also noch ein paar Bilderchen der letzten 2 Wochen:

Besuch der Palm-brewery - Bier war gar nicht so schlecht, nur die Verkostung um 9:45 auf teilweise nüchternen Magen war etwas heftig:



Der größte Burger mit den meisten Pommes Frites zum kleinsten Preis (insges. 4,5 inkl. Getränk), 5min ums Eck von meiner Fakultät:


Die süßen etwa 3-jährigen Kinderchens vis-à-vis von meinem Fenster, stören gar nicht, sind aber niedlich zu beobachten:


Italian Dinner von 22:00-00:00 im Freien (!!!) am Dach des Nachbarheimes:


Und trotz der Prüfung am Montag war ich Freitag noch einmal in Antwerpen, nachdem Elisa leider nächsten Freitag schon wieder endgültig zurück nach Finnland fährt, noch einmal eine Reunion mit Sandra, war ein echt schöner Nachmittag/Abend!



Ich kann jetzt nur noch hoffen, dass in Österreich jeder eine Klimaanlage oder das schöne Wetter genießen kann, bei mir hat es im Moment etwa 21°C, ist bewölkt und kann jederzeit regnen... das bleibt bis Samstag auch weiterhin noch so... Ich hoffe im Juli hab ich auch wieder schönes Wetter wenn ich wieder da bin!

Mittwoch, 7. Mai 2008

Hi!

Hier kommt ein unüblicher Eintrag in ein Blog über ein Auslandssemester - ich melde mich von daheim aus Gumpoldskirchen!
Bin seit einer Woche hier und fliege Pfingstsonntag wieder und freu mich im Moment sehr darüber, ein paar Freunde mal wieder zu sehen!

Im Moment tut sich ja nicht wirklich viel, war auf 1 Exkursion in einer Käsefabrik mit guter Verkostung anschließend


und in einem Labor für "meat and meat products" - als Boku Student wurde mir das erste Mal in einem Uni-Labor ausdrücklich gesagt ich soll doch bitte mit dem Mund pipettieren!!!!!!!
Ich hab meinen Ohren nicht getraut und meinen Augen noch weniger, als ich meine derzeitigen Kollegen zuschaute - dafür hab ich auch ungläubige Blicke geerntet, als ich dann meinen mir zugeteilten Peleus-Ball gezückt habe... Jedem das Seine - ich hätt nur inzwischen gedacht, wir arbeiten alle nach GLP und es meine Altersgruppe international so ausgebildet. Falsch gedacht. Manche bekommens zwar ausdrücklich verboten im Labor und tun's dann trotzdem wenn sie nicht beobachtet werden.



In der Woche vor meiner Abreise haben wir 2 Geburtstage gefeiert - war wirklich nett und den beiden Mädels hat's auch gut getan.

Zeitweise frage ich mich gerade, was ich in Österreich mache. Aktueller Wetterbericht aus Belgien: 25°C und strahlender Sonnenschein!
Mein Freibad hier öffnet auch am Samstag, aber ob's da schon warm genug ist, um auch hinzugehen??? Lustig wär's doch, aber ich muss mich nicht verkühlen.



Ansonsten wird jetzt schon brav gelernt (egal wo die Studenten gerade sind), da die Prüfungszeit am 26. 5. beginnt!

Insofern mach ich mich wieder über mein Referat!

Liebe Grüße aus meinem wunderbar schönen grünen Dörfli (hat mir wirklich gefehlt, Städte sind nichts für mich auf Dauer...)

Gabi!

Sonntag, 13. April 2008

Endlich

Salut!

Ich hab's endlich geschafft, meine Fotos einmal zu sortieren! Insofern gibt's heute einen längeren Bericht über meine Osterferien, hoffentlich viel Vergnügen beim Lesen!

Osterferien schauen in Belgien so aus: normaler Uni-Betrieb bis Gründonnerstag, Karfreitag ist Feiertag und damit auch die Uni zu - ab da gibt's dann endlich 2 Wochen Osterferien.
In diesen hat mich ja Christian besucht, worüber ich mich natürlich ganz besonders gefreut habe, dass ich ihm endlich zeigen kann, wo ich mich hier in Belgien immer so herumtreibe und wie's hier in der Gegend so aussieht!
Insofern hatten wir viel Sightseeing am Programm!

Ganz oben auf der Liste stand natürlich Gent mit diversen Lokalen und üblichen touristischen Sehenswürdigkeiten - wobei ich jetzt auch einige Tele und Straßen abgegangen bin, die ich davor noch nicht gesehen hatte, die aber genauso schön wie die Altstadt waren!


Weiter waren wir in Leuven, Mechelen (Ostersonntag sind hier sogar Cafés und Restaurants den größten Teil des Tages geschlossen, insofern alternatives Ostern mit McDonald's als Mittagessen) und natürlich Antwerpen inkl. Shoppingtour!

vorm Bahnhof konnte man gerade das Innenleben eines Dinosauriers erkunden:


Ostermontag war dann Brüssel angesagt (nachdem wir mal 4cm Neuschnee in der Früh hatten - furchtbar!)
So kamen wir 35min zu spät zum Atomium, um noch hinaufzufahren, dafür haben wir anschließend einen schönen ausgiebigen Spaziergang zurück ins Zentrum gemacht, wer will kann das Atomium ja mal am Stadtplan von Brüssel suchen ;-)


Weiters haben wir festgestellt, dass wir Österreicher ziemlich Monarchie-verwöhnt sind, was Architektur und amtliche Gebäude in Wien angeht - hier das hiesige belgische Parlament (hab erst geglaubt dass es dieses wirklich ist, weil 2 Wachen davor unterwegs waren):


Um ein bisschen mehr vom Land sehen zu können und mobiler zu sein als nur mit Bahn zu fahren haben wir uns 2 Tage ein Leihauto genommen. Avis: "Es tut uns leid, wir haben leider nicht ihre gebuchte Klasse, aber Sie bekommen natürlich das größere Auto zum selben Preis".
Also hatten wir einen nagelneuen (insges. 2 200km Tachostand bevor wir ihn hatten) Skoda Octavia Kombi, sind 2 Tage lang im Prinzip durchgefahren und haben einen Tank gebraucht, weil sich herausgestellt hat, dass hier alles ziemlich klein ist.
Also haben wir unsere Café-Tour gestartet!


Nach 20min auf der Schnellstraße waren wir bereits in Holland und ich hab festgestellt, dass es einen Tunnel nach Zeeland gibt - eine mini-Halbinsel, auf der wir uns dann den ganzen Tag herumgetrieben haben - die typischen Windmühlen und Holzschuhe gesehen - und Unmengen an deutschen Touristen an den kleinen Städten direkt am Meer.
OT: "Weißte noch Jörg, letztes Jahr haben wir auch 2x hier gegessen, war doch schon immer nett hier, nich?!" Und das im halbpermanenten Nieselregen.

Hat uns alles nichts gemacht, wir waren trotzdem am Meer (und Leihauto hat den Riesenvorteil dass man auch kurze Strecken damit fahren kann und wesentlich weniger nass wird!)


Wir haben es also in 3 Tagen geschafft, in Belgien, Holland und Frankreich Café zu trinken, denn am zweiten Tag (nach Übernachtung in einer der süßesten Pensionen die man sich vorstellen kann, aber wieder lauter deutschsprachige Bewohner....) waren wir auf einen Sprung in Frankreich, haben ein paar kleine Dörfer und schließlich auch Lille ein bisschen angeschaut - nette Unistadt!

Dann haben wir uns ein wenig beim shoppen und in Gent erholt (wobei wir die Sommerzeitumstellung fast nicht mitbekommen hätten) um dann für 3 Tage nach Amsterdam zu fahren!

Eine echt schöne Stadt! Sehenswert, unbedingt! Alles was bekannt ist, ist es zu Recht!
Rembrandthaus: (innen so wie er es wahrscheinlich einst bewohnt hat, man kanns aufgrund einer Inventarliste ganz gut nachvollziehen)


Wieder Rembrandt:

Amstel bei Nacht:


Wunderschöne kleine Straßencafés, wunderbar um sich vor kurzfristigem Regen ins Warme zu retten:


Ein bisschen Gracht - konnte mich bis zum Schluss nicht entscheiden, welche jetzt wirklich die Schönste sein soll - man kann dort einfach ewig spazieren gehen und wird immer wieder Neues entdecken! (allem voran furchtbar schiefe Häuser)


Kurios: in der Straßenbahn gibt's den mobilen Ticketverkaufsschalter:


Wir hatten auch noch Zeit, um uns Amsterdam vom Boot aus anzusehen, auch nach 3 Tagen einzigartig (man sieht auch besser in die Hausboote hinein - schaut wirklich wohnlich aus in einigen!)


Einen Tag haben wir uns auch Rotterdam angeschaut - nach viel Kultur eine Stadt mit sehr viel Architektur, hier z. B. die Wohnwürfel beim Hafen:


Man sieht auch schon aus dem Zug, dass hier demnächst viiieeele Tulpen und sonstige Blumen voll in Blüte stehen werden:



Wieder aus Holland zurück haben wir's uns noch ein bisschen in Gent gut gehen lassen und relaxt, weil's kein wirklich erholsamer Urlaub war - aber dennoch wunderschön!


Letzten Montag ging dann für mich die Uni wieder los, gleich mal mit einer Exkursion in eine Salami-Fabrik - sehr interessant und entgegen aller Erwartungen überhaupt nicht unappetitlich! Ich hab damit gerechnet, dass ich nacher keine Salami mehr will, ist aber nicht der Fall gewesen! Und hier die Schlümpfe (zum Glück mit Wintermantel darunter, Fleischverarbeitung läuft hier wirklich unter GMP-Bedingungen ab):


Dann war's letzte Woche endlich wieder schön, ich denk seit letztem Sonntag hab ich keinen Regen gesehen, insofern konnte man endlich die Gartenstuhlausstellung an der Uni genießen:


Da meine Fahrradbatterien leer geworden sind, hab ich mal schnell die gratis-Reparaturstelle der Stadt in Anspruch genommen, sehr lustiger Betrieb, funktioniert einwandfrei - hab nur noch nie so viele hängende Fahrräder auf einem Fleck gesehen:


Also ist bei mir seit einer Woche wieder "Normalbetrieb" eingekehrt, Uni, Flämisch-Kurs, ein bisschen fortgehen, was ich demnächst zugunsten des Lernens einschränken werde.

Soweit gibt's also News von mir, würd mich freuen vermehrt aus Österreich und dem Rest der Welt (wo die Boku-Studenten und andere liebe Freunde eben gerade so verstreut sind) zu hören! Hoffe es ist alles in Ordnung bei allen lieben tapferen Lesern die es bis hierher ausgehalten haben.

Noch kurz zuletzt: bin von 30. 4. bis 11. 5. auf Kurzbesuch bei mir daheim! Freu mich schon!

Hiermit wünsch ich euch allen noch einen schönen restlichen Sonntag!

Tot ziens!

Dienstag, 25. März 2008

verschneite Ostern...

Hallo allerseits!

Nachdem mein letzter Eintrag schon wieder länger her ist, muss ich zumindest mal kurz von mir hören lassen.
Ich hab endlich einen echten belgischen Schnupfen (~4 Wochen dauert sowas)
Ich war endlich mal wieder in Antwerpen
und das Beste:
seit Karfreitag hab ich Besuch von meinem Christian!
Und seit gestern liegen 5cm SCHNEE - ja, feiner Pulverschnee im Gras. Ostermontag, Belgien. Am Meer. Aber bitte, Ostern ist ja heuer sehr früh gewesen!

Ich bin also wieder als Tourist in Gent und Umgebung unterwegs - Leuven, Mechelen, Gent sind schon besichtigt, heute gehts weiter nach Brüssel und die Woche noch ans Meer und nächste Woche nach Amsterdam!

Fotos sollten bald einmal folgen!

Liebe Grüße und verspätete Ostergrüße!
Gabi

Donnerstag, 6. März 2008

lang, lang ist's her...

Hallo allerseits!

Da mein letzter Eintrag ja schon eine Weile her ist, muss ich mich wieder einmal melden!

Hier war viel und zugleich wieder wenig los - für mich ist inzwischen normaler Uni-Alltag eingekehrt, ich kenn mich mit meinem Stundeplan aus und geh immer mal wieder fort wenns mich gerade freut. Der Studenplan hat sich diese Woche sogar auf Montag und Dienstag Vorlesung zusammengeschrumpft, nächste Woche hab ich auch wieder am Mittwoch 2 Vorlesungen.

So ist Mittwoch immer Erasmsus-night im Porterhouse Pub, organisiert von ESN Gent, wobei sich eine nette kleine Gruppe vom Welcome-Day+Freunde, die gerade mitkommen wollen gefunden hat, die jetzt immer mittwochs essen geht und anschließend noch woanders vorzufinden ist, also nicht unbedingt Porterhouse. Dort ist es meistens so voll und verraucht, dass einige nicht mehr freiwillig hingehen, sondern eher mal zwischendurch für ein Kriek.


Letzte Woche wars ein nettes alternatives Konzert mit Coldplay Charakter von irgendeiner belgischen Garagenband (bezeichne ich sie mal bösartigerweise, wer weiß, vielleicht eines Tages...?!)
Gestern sind wir den Leuten aus meiner Fakultät und meinem Heim in das Lokal "Geus van Gent" nachgefahren - es sind ja alle mit Fahrrad mobil!

Hier also größtenteils Leute aus Heimen und meiner Fakultät:



Und hier bin ich mit drei holländischen Medizinstudenten - meine Flämisch-Übungsobjekte:


Letztes Wochenende hab ich mich mit ESN in die Ardennen begeben, die "Berge" im Süden Belgiens (man geht hier mal wieder auf Französisch einkaufen):


Hat mich persönlich ja sehr ans Alpenvorland erinnert (zw. A1 und A21) oder meinetwegen auch die Bucklige Welt. Hier ist es das Gebirge, wo es am ehesten schneit im ganzen Land.
Wir sind Freitag Abend mit einem Reisebus, also etwa 60 Leute, nach Mormont gefahren und haben noch einen gemütlichen Abend verbracht. Ich selbst bin ja gegen 2 ins Bett, als ich um halb 7 aufgewacht bin, wurde gerade per Mikro im Gemeinschaftsraum verkündet, dass die Party dann beendet wird - Respekt an alle, die sowas überleben, ich kanns bis heute nicht wirklich!
Nachdem es jedenfalls den ganzen Freitag Abend und die Nacht auf Samstag geregnet hatte, sind wir nach einem Frühstück und ein wenig Rast samstags gegen 13:00 spazieren gegangen, damit wir die Gegend ein wenig sehen, wie die Berge Belgiens so aussehen.
Bekanntschaft haben wir mit den hiesigen Feld- und Spazierwegen gemacht:

Abends war dann wieder kurz ein bisschen Ruhe, bevor 60 Leute in Gruppen von 5-6 Personen für jeweils etwa 40 Leute gekocht haben, das sogenannte International Dinner. Ich hab vorgetäuscht ich sei Pole und hab Schnitzel gemacht :-) Wenn ich ihnen gesagt hab, das ist typische Wiener Küche, brach das große Entsetzen aus, wie ich sowas nur sagen kann... okay, sie machen keinen Erdäpfelsalat, sie kochen die Erdäpfel dazu und machen sonst nichts damit.
So haben wir also gekocht...


Unterschied zum allseits bekannten Schnitzel war dann im Endeffekt die Marinierung mit Curry und Knoblauch und der Umgang mit dem Gasherd. Nur weil die Panier braun (und teilweise verkohlt) ist, heißt das noch lange nicht, dass das Fleisch innen auch durch ist... also hab ich mich irgendwann selbst an den Herd gestellt und die Gasflamme ein bisschen runtergedreht und mir mehr Zeit genommen. Hat in Summe aber sehr gut geschmeckt und man konnte mal ein bisschen herumprobieren zwischen Fleischbällchen aus Schweden, Sangria aus Spanien, Schnitzel aus Polen, Erdäpfel-Unbekanntes aus Spanien, Brothäppchen aus Spanien, Makkaroni aus Finnland und ich glaub ich hab noch was vergessen auch.
Schade war, dass uns nicht gesagt wurde, dass immer so viel übrig bleibt, sonst hätte jeder sich warmes Essen für die nächsten 2 Tage mitnehmen können nach Gent - so wurde von ESN angeordnet, es muss alles weggeworfen werden, was natürlich sehr schade war. Gerade ein paar Erdäpfel, Nudeln, Brot, Milch etc. - Originalverpacktes eben - wurden mitgenommen.

Nach zwei Stunden Küche putzen war es dann etwa Mitternacht bis alle fertig hergerichtet waren für den "Bal Marginal" - jeder sollte irgendetwas Witziges zum Anziehen mitnehmen, um ein wenig Fasching zu spielen - und es war dann in Summe ein echt netter Abend, weil 99% der Mitfahrer mitgemacht haben und sich schminken ließen!

Elisa und ich sind mit unseren Luaus aus Gent (seeeehr originnel!) in den Farbtopf gesprungen:



Und Joachim aus Schweden war auch motiviert, sich ein bisschen Farbe ins Gesicht klecksen zu lassen (wer genau hinschaut, erkennt meinen Farbtopf!):



Hier zwei meiner Meinung nach echt süße Finninen:



Unser ESN-Begleiter (selbst nicht älter als 22 und glaubt, er kann uns herumkommandieren und anschaffen,... bis er draufgekommen ist, wir sind auch nicht gaaanz so dumm), 2 Slowaken und die Schweden-Gruppe mit noch einer Finnin:



Hier eine größere gemischte Truppe, auf jeden Fall ich, Polen, Litauen, Schweden und ich glaub Spanien ist auch ein bisschen dabei:



Nach einer längeren Nacht sind wir am nächsten Taug aus dem Bett geworfen worden, haben ein wenig Haus zusammengeräumt, Hot Dogs gegessen und sind nach langem Warten auf die Hausübernahme durch den Besitzer nach Tongeren gefahren - eine flämische Stadt, von Römern gegründet (jetzt muss ich mal meine 6 Jahre Latein rauslassen) - wobei Held der Stadt Ambiorix ist, der damals Caesars Armee geschlagen hat, bis Caesar selbst angerückt ist und die ganze Stadt niedergebrannt hat. Nichtsdestotrotz, er ist und bleibt ein gallischer Held, sogar in De Bello Gallico erwähnt und steht somit am Hauptplatz:


Wir hatten eine etwa eineinhalbstündige Führung durch die nette kleine Stadt, sie sind sehr stolz auf ihre Pilgergasthäuser und römische Geschichte und die Beginen - Klosterschwestern, aber nicht auf Lebenszeit, sondern eben solange sie wollten bis sie geheiratet haben.

Schlussendlich sind wir gegen 8 wieder in Gent gewesen und haben uns vom Wochenende erholt...

Ich war dann eben Montag und Dienstag auf der Uni und jetzt genieße ich mein Wochenende.

Freitag kommt ESN Antwerpen und Sonntag fahren wir hin - ich freu mich schon, die Leute aus dem Sprachkurs wiederzusehen!
Sandra hat zwischendurch ja mal mit ihrer Schwester in Gent vorbeigeschaut:


Soweit gehts mir also gut hier in Gent und ich lebe vor mich hin zwischen den diversen Veranstaltungen und dem Druck, schön langsam mit dem Lernen zu beginnen, ein Drittel der Vorlesungszeit ist ja schon vorbei!

Hoffe mal von euch zu hören!

Tot ziens,
Gabi