Donnerstag, 6. März 2008

lang, lang ist's her...

Hallo allerseits!

Da mein letzter Eintrag ja schon eine Weile her ist, muss ich mich wieder einmal melden!

Hier war viel und zugleich wieder wenig los - für mich ist inzwischen normaler Uni-Alltag eingekehrt, ich kenn mich mit meinem Stundeplan aus und geh immer mal wieder fort wenns mich gerade freut. Der Studenplan hat sich diese Woche sogar auf Montag und Dienstag Vorlesung zusammengeschrumpft, nächste Woche hab ich auch wieder am Mittwoch 2 Vorlesungen.

So ist Mittwoch immer Erasmsus-night im Porterhouse Pub, organisiert von ESN Gent, wobei sich eine nette kleine Gruppe vom Welcome-Day+Freunde, die gerade mitkommen wollen gefunden hat, die jetzt immer mittwochs essen geht und anschließend noch woanders vorzufinden ist, also nicht unbedingt Porterhouse. Dort ist es meistens so voll und verraucht, dass einige nicht mehr freiwillig hingehen, sondern eher mal zwischendurch für ein Kriek.


Letzte Woche wars ein nettes alternatives Konzert mit Coldplay Charakter von irgendeiner belgischen Garagenband (bezeichne ich sie mal bösartigerweise, wer weiß, vielleicht eines Tages...?!)
Gestern sind wir den Leuten aus meiner Fakultät und meinem Heim in das Lokal "Geus van Gent" nachgefahren - es sind ja alle mit Fahrrad mobil!

Hier also größtenteils Leute aus Heimen und meiner Fakultät:



Und hier bin ich mit drei holländischen Medizinstudenten - meine Flämisch-Übungsobjekte:


Letztes Wochenende hab ich mich mit ESN in die Ardennen begeben, die "Berge" im Süden Belgiens (man geht hier mal wieder auf Französisch einkaufen):


Hat mich persönlich ja sehr ans Alpenvorland erinnert (zw. A1 und A21) oder meinetwegen auch die Bucklige Welt. Hier ist es das Gebirge, wo es am ehesten schneit im ganzen Land.
Wir sind Freitag Abend mit einem Reisebus, also etwa 60 Leute, nach Mormont gefahren und haben noch einen gemütlichen Abend verbracht. Ich selbst bin ja gegen 2 ins Bett, als ich um halb 7 aufgewacht bin, wurde gerade per Mikro im Gemeinschaftsraum verkündet, dass die Party dann beendet wird - Respekt an alle, die sowas überleben, ich kanns bis heute nicht wirklich!
Nachdem es jedenfalls den ganzen Freitag Abend und die Nacht auf Samstag geregnet hatte, sind wir nach einem Frühstück und ein wenig Rast samstags gegen 13:00 spazieren gegangen, damit wir die Gegend ein wenig sehen, wie die Berge Belgiens so aussehen.
Bekanntschaft haben wir mit den hiesigen Feld- und Spazierwegen gemacht:

Abends war dann wieder kurz ein bisschen Ruhe, bevor 60 Leute in Gruppen von 5-6 Personen für jeweils etwa 40 Leute gekocht haben, das sogenannte International Dinner. Ich hab vorgetäuscht ich sei Pole und hab Schnitzel gemacht :-) Wenn ich ihnen gesagt hab, das ist typische Wiener Küche, brach das große Entsetzen aus, wie ich sowas nur sagen kann... okay, sie machen keinen Erdäpfelsalat, sie kochen die Erdäpfel dazu und machen sonst nichts damit.
So haben wir also gekocht...


Unterschied zum allseits bekannten Schnitzel war dann im Endeffekt die Marinierung mit Curry und Knoblauch und der Umgang mit dem Gasherd. Nur weil die Panier braun (und teilweise verkohlt) ist, heißt das noch lange nicht, dass das Fleisch innen auch durch ist... also hab ich mich irgendwann selbst an den Herd gestellt und die Gasflamme ein bisschen runtergedreht und mir mehr Zeit genommen. Hat in Summe aber sehr gut geschmeckt und man konnte mal ein bisschen herumprobieren zwischen Fleischbällchen aus Schweden, Sangria aus Spanien, Schnitzel aus Polen, Erdäpfel-Unbekanntes aus Spanien, Brothäppchen aus Spanien, Makkaroni aus Finnland und ich glaub ich hab noch was vergessen auch.
Schade war, dass uns nicht gesagt wurde, dass immer so viel übrig bleibt, sonst hätte jeder sich warmes Essen für die nächsten 2 Tage mitnehmen können nach Gent - so wurde von ESN angeordnet, es muss alles weggeworfen werden, was natürlich sehr schade war. Gerade ein paar Erdäpfel, Nudeln, Brot, Milch etc. - Originalverpacktes eben - wurden mitgenommen.

Nach zwei Stunden Küche putzen war es dann etwa Mitternacht bis alle fertig hergerichtet waren für den "Bal Marginal" - jeder sollte irgendetwas Witziges zum Anziehen mitnehmen, um ein wenig Fasching zu spielen - und es war dann in Summe ein echt netter Abend, weil 99% der Mitfahrer mitgemacht haben und sich schminken ließen!

Elisa und ich sind mit unseren Luaus aus Gent (seeeehr originnel!) in den Farbtopf gesprungen:



Und Joachim aus Schweden war auch motiviert, sich ein bisschen Farbe ins Gesicht klecksen zu lassen (wer genau hinschaut, erkennt meinen Farbtopf!):



Hier zwei meiner Meinung nach echt süße Finninen:



Unser ESN-Begleiter (selbst nicht älter als 22 und glaubt, er kann uns herumkommandieren und anschaffen,... bis er draufgekommen ist, wir sind auch nicht gaaanz so dumm), 2 Slowaken und die Schweden-Gruppe mit noch einer Finnin:



Hier eine größere gemischte Truppe, auf jeden Fall ich, Polen, Litauen, Schweden und ich glaub Spanien ist auch ein bisschen dabei:



Nach einer längeren Nacht sind wir am nächsten Taug aus dem Bett geworfen worden, haben ein wenig Haus zusammengeräumt, Hot Dogs gegessen und sind nach langem Warten auf die Hausübernahme durch den Besitzer nach Tongeren gefahren - eine flämische Stadt, von Römern gegründet (jetzt muss ich mal meine 6 Jahre Latein rauslassen) - wobei Held der Stadt Ambiorix ist, der damals Caesars Armee geschlagen hat, bis Caesar selbst angerückt ist und die ganze Stadt niedergebrannt hat. Nichtsdestotrotz, er ist und bleibt ein gallischer Held, sogar in De Bello Gallico erwähnt und steht somit am Hauptplatz:


Wir hatten eine etwa eineinhalbstündige Führung durch die nette kleine Stadt, sie sind sehr stolz auf ihre Pilgergasthäuser und römische Geschichte und die Beginen - Klosterschwestern, aber nicht auf Lebenszeit, sondern eben solange sie wollten bis sie geheiratet haben.

Schlussendlich sind wir gegen 8 wieder in Gent gewesen und haben uns vom Wochenende erholt...

Ich war dann eben Montag und Dienstag auf der Uni und jetzt genieße ich mein Wochenende.

Freitag kommt ESN Antwerpen und Sonntag fahren wir hin - ich freu mich schon, die Leute aus dem Sprachkurs wiederzusehen!
Sandra hat zwischendurch ja mal mit ihrer Schwester in Gent vorbeigeschaut:


Soweit gehts mir also gut hier in Gent und ich lebe vor mich hin zwischen den diversen Veranstaltungen und dem Druck, schön langsam mit dem Lernen zu beginnen, ein Drittel der Vorlesungszeit ist ja schon vorbei!

Hoffe mal von euch zu hören!

Tot ziens,
Gabi

1 Kommentar:

Magdalena hat gesagt…

hey!!! du hast ja auch ein blog, cool! muss ich gleich in die linkliste auf meinem blog nehmen. mir gefallen deine stadtfotos voll gut. liebe grüße, m